2025 - Studienreise Appenzellerland

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Impressionen von unserer Studienreise ins Appenzellerland

«Raus aus dem Alltag – rein ins Erlebnis»

Reisebericht von Sandra Schuler.

Am 15. und 16. September 2025 begab sich unsere Reisegruppe auf eine genussvolle Entdeckungstour ins Appenzellerland. Die Veranstaltung „Gastro trifft Appenzell – würzig, wild & wunderbar“ bot eine einzigartige Gelegenheit, die kulinarischen und kulturellen Schätze dieser Region hautnah zu erleben.

Tag 1: Kräuterduft und Alpenbitter

Der erste Reisetag begann mit einer gemeinsamen Busfahrt in die idyllische Landschaft des Appenzellerlands. Unser erstes Ziel war der Appenzeller Alpenbitter, wo wir eine spannende Führung durch die Welt der 42 Heil- und Gewürzkräuter erhielten. Die Vielfalt der Pflanzen und ihre Verwendung in der regionalen Küche beeindruckten uns sehr. Besonders faszinierend war zu erfahren, dass aus diesen Kräutern nicht nur Teemischungen, sondern auch hochwertige und edle Getränke hergestellt werden, allen voran der berühmte Appenzeller Alpenbitter. Dieser Kräuterschnaps, der nach einem geheimen Rezept produziert wird, ist ein echtes Aushängeschild der Region. Neben dem klassischen Alpenbitter entstehen aus den Kräutern auch weitere Spezialitäten wie Liköre und alkoholfreie Kräutergetränke.

Nach einem traditionellen Mittagessen (Siedwurst mit Chäs-Chnöpfli) im Gasthaus zur Traube in Appenzell, kam das nächste Highlight. Der Besuch des Berghauses Aescher, das spektakulär in die Felswand gebaut ist und als eines der bekanntesten Fotomotive der Schweiz gilt. Die Aussicht war atemberaubend, und das rustikale Ambiente des Hauses bot die perfekte Kulisse für eine kleine Pause mit regionalen Köstlichkeiten. Da lohnte sich auch der knapp 30 minütiger Ab- und wieder Aufstieg.

Am Abend dinierten wir im Hotel Linde in Teufen, in einem Restaurant, das für seine hervorragende Küche und warmherzige Gastfreundschaft bekannt ist. Das Abendessen war ein kulinarischer Höhepunkt: liebevoll zubereitetes Chateaubriand, begleitet von einem Glas lokalen Weins oder einem Kräuterlikör, sorgten für wahre Genussmomente. Für musikalische Unterhaltung sorgte ein Musiker, der auf dem traditionellen Hackbrett, einem typischen Appenzeller Instrument, spielte. Die warmen, rhythmischen Klänge verliehen dem Abend eine besondere Stimmung und liessen uns tief in die kulturelle Seele der Region eintauchen.

Es war ein stimmungsvoller Abschluss eines erlebnisreichen Tages.

Tag 2: Biberli, Kräuter und Handwerkstradition

Der zweite Tag begann mit einem besonderen Einblick in die süsse Seite des Appenzellerlandes: Wir besuchten die traditionsreiche Firma Bischofberger in Weissbad – von hier kommen die berühmten «Bärli-Biber». In der Demo-Backstube haben wir die Herstellung der beliebten Appenzeller Biberli hautnah miterlebt. Die Kombination aus würziger Füllung und kunstvoll verziertem Teig ist ein echtes Markenzeichen der Region. Ein besonderes Highlight war, dass wir selbst Hand anlegen und unseren eigenen Biber backen konnten, eine Erfahrung, die nicht nur Spass machte, sondern auch ein kleines Souvenir für Zuhause bot. 

Im Anschluss ging es weiter zum imposanten Schaugarten von Dr. A. Vogel, wo wir mehr über die Verarbeitung und Anwendung von Heilpflanzen erfuhren. Die Führung war informativ und inspirierend, von der Ernte über die Trocknung bis hin zur Herstellung von Tees, Tinkturen und Kräutermischungen. Die Leidenschaft für Naturheilkunde und die sorgfältige Verarbeitung der Pflanzen waren deutlich spürbar.

Am Nachmittag traten wir die Rückreise an, erfüllt von neuen Eindrücken, kulinarischen Erlebnissen und dem Gefühl, ein Stück echtes Appenzell mit nach Hause zu nehmen.

Wir danken unseren Partnern für die Unterstützung