Jahresbericht 2011
Jahresbericht 2011: Gedanken des Präsidenten GastroAargau
Geschätzte Wirtefamilie, Ehrenmitglieder Mitarbeitende, liebe Leserinnen und Leser
2011, das Jahr des Umbruchs und der Veränderungen, brachte in unserem Verband einige Verschiebungen, Wechsel, Neuerungen, Diskussionen und Entscheide. Es war ein interessantes Jahr auch der Herausforderungen.
Ich durfte an der Delegiertenversammlung in Berikon als Präsident das Amt von Christian Burri übernehmen. Bruno Lustenberger, Präsident der Hotel&GastroFormation, wurde zum Vizepräsidenten von GastroAargau erkoren. Die Nachfolge von Werner Brun als Geschäftsführer wurde erstmals mit einer Frau besetzt: von Daniela Matter. Der Geschäftsführer des Restaurants BZU Unterentfelden, Rolf Bühler, übernahm zusätzlich das Amt des Küchenchefs. Einige Rochaden gab es im Sekretariat, im Service und in der Küche BZU.
Die diversen Umstellungen haben allen Beteiligten viel Geschick, Flexibilität und Anpassungsvermögen abverlangt. Dafür danke ich Ihnen.
Hoffen wir auf ein gutes Jahr 2012.
GastroAargau hat die Zeichen der Zeit erkannt und wagt den Neustart mit einer zukunftsgerichteten Lösung. Die Bezirksorganisationen gehen in einen kräftigen Kantonalverband GastroAargau über. Die enge Zusammenarbeit beider Verbände – GastroAargau und Hotel&GastroFormation – ist ein weiteres Ziel, auch, sie als Profitzentren zu führen.
Bei aller Verbandstätigkeit steht das Mitglied – Sie, liebe Wirtinnen und Wirte – im Mittelpunkt. Es ist unser Ziel, Ihnen moderne Dienstleistungen anzubieten: z.B. Email-Informationen, Verbandsnachrichten, etc. Wir öffnen Ihnen bei Problemen die Türen zu den richtigen Partnern bei GastroSuisse (GastroConsult, GastroSocial), zu Kursen und Events, zu Fragen der Berufsbildung, der Weiterbildung, usw. und zeigen mögliche Wege auf. Immer aus dem Fokus des Arbeitgebers.
Scheuen Sie sich nie, Kontakt aufzunehmen.
AargauTourismus, den ich ebenfalls präsidieren darf, wird immer mehr unser wichtigster Partner. Tourismus, Gastronomie und Hotellerie sind neben Industrie, Gewerbe und Banken die künftigen Träger unserer Wirtschaft. Unsere Strategie zielt noch weiter. Wir wollen Zusammenarbeit mit anderen Berufsverbänden aufbauen, gegenseitig Synergien nutzen und die Kontakte weiter entwickeln; im Fokus stehen das Aargauer Gewerbe, Weinbau- und Bauernverband, Metzger- und Bäckermeister, etc. Mit dem sympathisch aufgenommenen Programm «Aus der Region für die Region» zeigen wir einen erfolgreichen Weg auf. Gut organisierte gemeinsame Aktionen stärken das Qualitätsgütesiegel Aargau auch im Marketing und in der Wahrnehmung.
In diesem Sinne sind auch die von AargauTourismus und GastroAargau mit organisierten Sommerwanderungen der „Aargauer Zeitung“ zu sehen.
GastroAargau ist der grösste Arbeitgeber im Kanton.
Wirtinnen und Wirte erbringen mit ihrem Mitarbeitenden täglich hervorragende Leistungen. Für die Aus- und Weiterbildung engagiert sich unser Verband sehr. Wir bieten für viele Jugendliche einen attraktiven Lehrplatz an, sei das in der klassischen Gastronomie oder in der Gemeinschaftsverpflegung. Gastroberufe bieten ein breites Spektrum in den verschiedenen Nahrungsbereichen und sind eine ideale Lebensschule im Umgang mit Gästen, die täglich unsere besten Kritiker sind.
Unsere Stärken, aber auch unsere Sorgen, dürfen und müssen wir unter anderem den Politikern verständlich machen. Wie wir auch ständige Präsenz in den Medien brauchen, immer wenn es etwas zu sagen gibt. Ende August haben wir die Gelegenheit gut genutzt. Vor dem Grossratsgebäude in Aarau baten wir die Aargauer Politik zum Apéro riche. Es ergaben sich ausgezeichnete Gespräche. Wir konnten unsere Anliegen darlegen; konkret:
Dem Gastgewerbe werden immer neue verschärfende gesetzliche Bestimmungen aufgezwungen. Administrative Gängeleien, bauliche und technische Vorschriften, übertriebene Kontrollen bezüglich Arbeitszeiten, extreme Ausbildungsprogramme, überladene Rahmenlehrpläne, etc. machen es den Gastrobetrieben immer schwerer, überhaupt noch Lehrstellen anzubieten. Gute Rahmenbedingungen sähen anders aus. Das Gastgewerbe wird stranguliert.
Mein zentraler Gedanke zum Thema «Zwangsjacken»:
Vergesst doch den Gast nicht. Alle gut gemeinten Vorschriften nehmen ihm Lebensqualität und Selbstbestimmung ab.
Ein erfreuliches Highlight setzte Landammann Urs Hofmann, ein Freund der Aargauer Gastronomie, mit seinem Landammann-Stammtisch, der ihn in alle Bezirke des Kantons führte. Hofmann setzte die richtigen Akzente, traf sich mit den Leuten aus dem Volk und wertete damit den Stammtisch als geselligen Ort der gelebten auch politischen Diskussion auf. Wehren wir uns gegen den Rückzug der Menschen in die eigenen vier Wände und gegen die damit einher gehende Vereinsamung.
Gehen wir nochmals zurück zu internen Themen von GastroAargau.
- Der Umbruch in unserem Verband zeigt sich nicht nur im neuen Layout dieses Jahresberichtes. Wir haben eine neue Webseite www.gastroaargau.ch. Das Sekretariat im BZU Unterentfelden wurde umgestaltet. Unsere Leute erhielten neue Infrastruktur, PC’s etc.
- Unsere Gremien beschäftigen sich intensiv mit der Zukunft unseres Bildungszentrums in Unterentfelden. Das BZU von GastroAargau muss sich verändern, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ausbildungsanforderungen von Bund und Kanton zu erfüllen. Die Umsetzung der neuen Rahmenlehrpläne wird nur möglich, wenn sowohl die Konzeption der Schule als auch die Infrastruktur angepasst werden. Kurz: GastroAargau benötigt mehr Schulräume und moderne Infrastruktur. Im Zentrum der aktuellen Diskussion steht ein eigenständiger Schulneubau auf dem Areal des BZU in Unterentfelden. Der Entscheid eilt.
Ich danke Ihnen für Ihr Interesse, Ihre Mitarbeit und Unterstützung.
Josef Füglistaller, Präsident GastroAargau
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